Ein Kunstwerk entsteht


Von der Zeichnung bis zur Form vergehen oft Wochen höchster kreativer und handwerklicher Tätigkeiten. Die Detailgenauigkeit und Qualität hat hier Ihren Ursprung. Erst wenn die Form 100% perfekt ist, ist ein Qualitätsguss, wie wir ihn verstehen, möglich.

Am Beginn jeder Entwicklung steht eine Skizze. Auf Grund dieser Zeichnung wird die endgültige Entscheidung hinsichtlich Form und Motiv gefällt.

Im nächsten Schritt wird das gewünschte Motiv mit Plastilin modelliert und in Kunstharz abgegossen. Danach wird die Gravur vom Kunststoffabguss in die Stahlkokille übertragen.

Die endgültige Gussform (Kokille) wird aus hochwertigem Werkzeugstahl gefertigt und besteht aus mindestens zwei Teilen. In diesen Teilen ist die Reliefszene negativ eingraviert.

Gussvorgang


Handkokillenguss

Vor dem ersten Guss werden die Kokillen mit einer sogenannten “Kokillenschlichte” überzogen, welche verhindert, dass das flüssige Zinn mit dem Formwerkstoff verklebt und das Gussstück beim Öffnen der Kokille zerstört wird. Ist die Kokille für den Guss vorbereitet, wird sie erwärmt, um zu verhindern, dass das flüssige Metall zu schnell erstarrt. In einem Tiegel in der unmittelbaren Nähe befindet sich das flüssige Metall, das der Gießer nach sorgfältigem Umrühren mit einer Kelle in die Form gießt. Beim eigentlichen Guss ist die Erfahrung und das Können des Gießers maßgeblich für die Qualität des fertigen Gussstückes. Der Gießer muss wissen, wie schnell er bei einer bestimmten Form gießen muss, um eine optimale Füllung der Form bis in die kleinsten Verzierungen hinein zu erreichen, und andererseits muss er auch wissen, ob und wie schnell er nach dem Guss die Form samt Inhalt abkühlen muss. Nachdem das Gussstück in der Form erstarrt ist, wird diese geöffnet und das Teil entnommen. Der Rohguss ist fertig.

Schleuderguss

Eine weitere Variante der Zinnverarbeitung ist der Schleuderguss. Das Verfahren ist nahezu identisch mit der Honiggewinnung. Dabei werden die Formen in eine Zentrifuge mit zentralem Einguss eingebaut. Hat die Zentrifuge ihre volle Drehzahl erreicht, wird über diesen Einguss das flüssige Zinn eingebracht und durch die Fliehkraft sehr rasch in alle Hohlräume verteilt. Heute werden nach diesem Verfahren Zinnfiguren, Henkel, Kleinteile, Plaketten und auch Modeschmuck hergestellt.

Druckguss

Das Druckgussverfahren ist eine der interessantesten Neuentwicklungen beim Gießen von Zinnartikel. Bei diesem Verfahren gibt der Gießer die Zinnblöcke in den Tiegel-Schmelzofen, der an die Druckgussmaschine angebaut ist. Sobald die Zinnschmelze eine Temperatur von ca. 280°C erreicht hat, ist das Rohmaterial gießfähig. Zunächst werden die in die Maschine eingebauten Formteile geschlossen. Danach wird mit sehr hohem Druck das erwärmte Zinn in die Form gepresst. Nach einer kurzen Abkühlzeit, die durch Wasserkühlung beschleunigt wird, öffnet sich die Form, und man kann das gegossene Teil entnehmen. Der große Vorteil des Druckgießens ist neben der wirtschaftlichen Fertigung vor allem die sehr feine Wiedergabe der Gravur.

Der letzte Schliff


Nach dem Gießen kommt der Gussrohling in die Dreherei. Dort wird er von überflüssigen Gratstellen befreit und mit einer perfekten und sauberen Oberfläche versehen. Dazu verwendet der Dreher Kopierdrehbänke oder modernste CNC-Drehmaschinen. Der Gussteil gelangt so zu seinem endgültigen Gewicht und Aussehen. Bei Krügen, Kannen und dergleichen werden die Griffe bzw. der Deckel jetzt noch in Handarbeit angelötet. Danach folgt noch die Politur welche die aufwendigen Reliefs erst richtig zur Geltung kommen lässt. Mit Bürsten, Stoffscheiben, Scotch und flüssigem Poliermittel wird aus dem Rohling ein einzigartiges Meisterstück.

Verpackung


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